Gebetsimpuls des Monats

Solidarität spielt in unserer Gesellschaft, im Zusammenleben der Menschen, in ethischen Abwägungen und auch im religiösen Leben eine große Rolle. Wie gestalten wir eine solidarische Gesellschaft? Welchen Auftrag haben wie als Christinnen und Christen? Das Gebetsanliegen der Schwestern von der Heiligen Familie und des Sozialdienstes katholischer Frauen stellt die Solidarität in den Mittelpunkt der Texte im Jahr 2022.

Juni 2022

Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! (Mt 10,8)

Unsere Gesellschaft wird immer älter, und das Risiko, einmal auf Pflege angewiesen zu sein, ist nicht ausgeschlossen. Viele wollen das so lang wie möglich hinausschieben. Familien kommen schnell an ihre Grenzen, wenn ein Ehepartner, bzw. ein oder beide Elternteile pflegebedürftig werden. Wenn die Kinder nicht im selben Ort wohnen oder berufstätig sind oder wenn die Kräfte des anderen Ehepartners nachlassen, muss nach einer entlastenden Lösung gesucht werden für die Pflege daheim oder in einer Pflegeeinrichtung. Ein damit verbundener Umzug ist im Alter nicht leicht, und es braucht Zeit, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Hinzu kommt der finanzielle Aspekt der Kosten für einen Heimplatz oder die Anstellung einer Pflegefachkraft. Wenn die Rente gerade zum Leben reicht, braucht es manchmal Überwindung, einen Antrag auf Übernahme der Kosten zu stellen.

Von den Pflegenden ist oft nicht nur körperlicher Einsatz gefordert, sondern auch Einfühlungsvermögen und Verständnis, um sich auf die Lebenssituation und -umstände der ihnen anvertrauten Menschen einlassen zu können. Nur durch angemessene Entlohnung kann der Wert dieser Arbeit honoriert werden.

  • Guter Gott, wir bitten Dich für alle pflegebedürftigen Menschen, die darunter leiden, dass sie auf Hilfe angewiesen sind. Gib dem Pflegepersonal die nötige Kraft und Geduld, mit kranken und gebrechlichen Menschen einfühlsam und würdig umzugehen.
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