Schwester Hildeberta Weber ist heimgegangen

Meine Seele preist die Größe des Herrn,und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter (Lukas 1,46f).

Am 13. März verstarb nach kurzer schwerer Krankheit im 93. Lebensjahr unsere liebe Schwester Hildeberta Weber.

Geboren am 15. August 1931 in Schelsnitz, Kreis Krummau, wuchs sie mit 4 jüngeren Geschwistern im Sudetenland auf. Ihre Schulzeit konnte sie wegen des Krieges nicht ordnungsgemäß beenden. Nach dem Krieg wurde die Familie ausgewiesen und fand in der Hallertau in Elsendorf, Kreis Mainburg, eine neue Heimat. Dort arbeitete sie im Haushalt und im Laden einer Bäckerei.

Mit 25 Jahren trat sie in unsere Gemeinschaft ein. Am 12. Januar 1958 erhielt sie das Schwesternkleid und ihren Schwesternnamen. Vier Jahre später entschied sie mit der Lebensweihe, sich ganz Gott und dem Dienst an den Menschen zur Verfügung zu stellen.

In der Gemeinschaft verrichtete sie zunächst hauswirtschaftliche Aufgaben. Durch entsprechende Fortbildungen qualifizierte sie sich als Wirtschafterin, Heimerzieherin und Kurleiterin für ihre Tätigkeiten als Heimleiterin im Agnesheim in Augsburg, einem Wohnheim für Mädchen und junge Frauen und als Leiterin in den Müttergenesungsheimen in Schlehdorf, Rimsting und Utting. Gerade diese Aufgabe ist ihr mit der Zeit immer mehr ans Herz gewachsen, denn sie konnte immer wieder erleben, wie am Ende der Kur die Mütter gestärkt an Leib und Seele in ihre Familien zurückkehrten.

Auch innerhalb der Gemeinschaft übernahm sie Verantwortung als Oberin, als Mitglied im Generalkapitel und im Schwesternrat und 4 Jahre lang als stellvertretende Generaloberin. Die letzten 20 Jahre lebte sie im Mutterhaus und wirkte bei der Arbeit im Haus mit. Die Versorgung der Obdachlosen mit warmem Essen und der Kontakt mit ihnen war ihr ein wichtiges Anliegen. Daneben pflegte sie in großer Treue Kontakte mit älteren Menschen und mit ehemaligen Kurteilnehmerinnen und Heimbewohnerinnen. Im November 2021 zog sie in das Kreszentia-Stift um, wo Gott sie nun nach mehr als 65 Schwesternjahren zu sich gerufen hat.

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